Prof. Dr. Henning Börm

Prof. Dr. Henning Börm hat 2019 eine Heisenberg-Professur erhalten. In seinem Projekt erforscht er unter anderem Bürgerkriege aus historischer Perspektive.

Heisenberg-Professur-Henning-Börm
Henning Börm

Henning Börm, Jahrgang 1974, wurde in Flensburg geboren. Von 1995 bis 2002 studierte er Geschichte und Literaturwissenschaft an der Universität Kiel, wo er 2006 mit einer Arbeit über den spätantiken Geschichtsschreiber Prokop promovierte. „Prokop und die Perser“ zählt inzwischen zu den Standardwerken über die Historiographie der Spätantike. Seit 2008 war Börm am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Universität Konstanz tätig, zuletzt als Privatdozent. Als Gastprofessor lehrte er an der Humboldt-Universität Berlin, in Tübingen und Innsbruck. Seit 2020 lehrt er an der Ruhr-Universität Bochum.

In der Erforschung von gewaltsamen internen Konflikten sieht Börm ein erhebliches wissenschaftliches Potenzial. „Historiker aller Couleur müssten das Thema eigentlich viel stärker für sich entdecken – nicht nur die Althistoriker, sondern zum Beispiel auch die Mittelalterforscher“, so Börm, „denn es hat viel mehr Bürgerkriege gegeben, als wir annehmen. Wenn man einmal anfängt, sich intensiv damit zu beschäftigen, sieht man sie überall in der Geschichte – und es gibt neben Unterschieden auch wiederkehrende Muster.“

Gut zu wissen

Das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglicht herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeit-Professur erfüllen, sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und während der Förderung eigene Forschungsthemen zu bearbeiten.

Bildliche beispielhafte Darstellung eines Doktorhuts
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