Sonderforschungsbereiche SFB Beteiligungen alte Bücher
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Sonderforschungsbereiche mit RUB-Beteiligung

An diesen von anderen Universitäten beantragten Forschungsverbünden sind auch Bochumer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt.

SFB 1372

Magnetrezeption und Navigation in Vertebraten: von der Biophysik zu Gehirn und Verhalten

  • Sprecherhochschule: Universität Oldenburg
  • Weitere Partner: Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ Wilhelmshaven, Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie Plön, Universität zu Köln, Weizmann Institute of Science in Rehovot/Israel
  • Förderung seit 2019

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Sonderforschungsbereich Beteiligungen SFB 1372 Taube
Taube

Auf ihren Wanderungen legen Tiere oft weite Strecken zurück. Vor allem Vögel fliegen teilweise mehr als zehntausend Kilometer und landen mit einer Präzision von wenigen Dutzend Metern an ihrem Zielort. Wie ihnen diese unglaublichen Leistungen gelingen, ist nicht im Detail geklärt. Das will das Team des Sonderforschungsbereichs 1372 ändern. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessieren sich speziell für den Magnetsinn und die Navigationsfähigkeiten von Wirbeltieren, die sie von den biophysikalischen Grundlagen bis hin zum Verhalten erforschen wollen. So möchten sie unter anderem herausfinden, wie Tiere magnetische Signale wahrnehmen, auf welchem Weg diese Informationen ins Gehirn gelangen und wie sie dort verarbeitet und mit anderen für die Navigation wichtigen Informationen zusammengebracht werden. Auch für die genetische Basis der Tierwanderungen interessieren sich die Forscherinnen und Forscher.

Das Team um Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün an der RUB wendet sich dabei in zwei Projekten unterschiedlichen Teilaspekten dieser übergeordneten Fragestellung zu. Im ersten Projekt sollen die visuellen, magnetischen, olfaktorischen und auditiven Sinne bezüglich ihrer anatomischen Strukturen, ihrer Projektionen innerhalb des Vogelvorderhirns und ihrer synaptischen Kontakte identifiziert werden. Somit soll eine anatomische Landkarte der Verarbeitung von Stimuli entstehen, die für das Navigieren wichtig sind. Dabei stehen vor allem Hirnareale im Vordergrund, in denen das Gedächtnis für den Raum sowie die Entscheidung, in die eine oder andere Richtung zu fliegen, verarbeitet werden.

Im zweiten Projekt geht es um die Codierung verschiedener Aspekte des Raums durch einzelne Nervenzellen im Hippokampus von Tauben. Hierzu sollen diese Vögel in einem großen Zimmer nach Futter suchen und sich dabei ständig bewegen oder fliegen, während zeitgleich von vielen Nervenzellen aus dem Hippokampus abgeleitet wird. Beide Projekte zusammen sollen somit Erkenntnisse liefern, die zum ersten Mal die neuronale Innenansicht der Fähigkeit offenlegen, mit der Vögel Tausende Kilometer über Berge, Meere, Städte und Wüsten fliegen, um zu der Wiese zu gelangen, auf der sie im vergangenen Jahr bereits erfolgreich gebrütet haben.

SFB 1372

SFB 1167

Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive

  • Sprecherhochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Förderung seit 2016

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Sonderforschungsbereiche SFB Beteiligungen alte Bücher
Alte Bücher

Die Prozesse, die heute unter dem Stichwort „Globalisierung“ zusammengefasst werden, lassen sich nicht verstehen, wenn man nicht zuvor die überkommenen politisch-gesellschaftlichen Organisationsformen analysiert.

Die Mitglieder des SFB 1167 widmen sich daher vormodernen Ausprägungen von Macht und Herrschaft in Asien, Europa und dem nördlichen Afrika in transkultureller Perspektive. Integraler Bestandteil der Beschreibung ist das Offenlegen der Abhängigkeiten von gelebter, etablierter Ordnung auf der einen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung und Kommentierung auf der anderen Seite. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen dabei den üblichen Fokus auf Europa überwinden und einen transkulturellen Ansatz erarbeiten.

Die untersuchten Kulturräume werden dabei als hybride Gebilde betrachtet, die stets vielseitigen Einflüssen unterworfen sind und selbst Impulse zu Veränderungen geben. Das Ziel des SFB ist es, zu einer möglichst umfassenden Phänomenologie von vormoderner Macht und Herrschaft zu gelangen.

SFB 1167

SFB/TR 160

Kohärente Manipulation wechselwirkender Spinanregungen in maßgeschneiderten Halbleitern

  • Sprecherhochschule: Technische Universität Dortmund
  • Weitere Partner: Universität Paderborn, St. Petersburg University, Ioffe Institute St. Petersburg
  • Förderung seit 2015

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Sonderforschungsbereich SFB 160 Halbleiter
Halbleiter

Weltweit arbeiten Forscher daran, quantenphysikalische Effekte für energiesparende und schnellere Informationstechnologien einsetzbar zu machen. Grundlage dafür könnten Halbleiter sein. Ziel ist es, nicht nur die optischen und elektronischen Eigenschaften von Halbleitern manipulieren zu können, sondern auch ihre magnetischen Eigenschaften. Möglich ist das, indem man den Spin der Elektronen im Halbleiter kontrolliert, eine Art Eigendrehimpuls, über dessen Richtung sich Informationen in einem System codieren lassen.

Quanteneffekte treten normalerweise nur auf atomarer Ebene auf. Unter bestimmten Bedingungen können sie jedoch auch Auswirkungen auf makroskopischer Ebene haben, nämlich wenn es zu einer kohärenten Überlagerung mehrerer Zustände kommt. In einem kohärenten System stehen die Phasen verschiedener Spinwellen in einer festen Beziehung zueinander. Äußere Einflüsse können jedoch die Phasen verschieben und die Kohärenz zerstören, die den gespeicherten Informationen ihren Sinn verleiht.

Die Forscherinnen und Forscher im SFB/Transregio 160 arbeiten daran, nicht nur einzelne kohärente Spins manipulieren zu können, sondern auch interagierende Spins. Um das zu erreichen, sind zum einen Halbleitermaterialien von höchster Reinheit erforderlich; im SFB entstehen dafür neue Materialkonzepte. Außerdem entwickeln die Kooperationspartner ausgefeilte theoretische Modelle für die Interaktionen der Spins.

Die Interaktionen zwischen den Spins werden maßgeschneidert, entweder um schädliche Umweltinteraktionen zu unterdrücken und die Spin-Kohärenz aufrechtzuerhalten oder um Interaktionen zwischen den Spins zu untermauern. So haben die Wissenschaftler bereits Überlagerung und Verschränkung von Quantenzuständen etabliert, um Funktionalitäten zu erreichen, die in inkohärenten Systemen nicht realisierbar wären.

SFB/TR 160

SFB 1101

Molekulare Kodierung von Spezifität in pflanzlichen Prozessen

  • Sprecherhochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Weitere Partner: Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Förderung seit 2014

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SFB-Beteiligungen-SFB1101-Pflanze
Pflanzen

In den vergangenen Jahren wurden in pflanzlichen Organismen viele Schlüsselproteine identifiziert, die wesentlich zur pflanzlichen Physiologie, Entwicklung und Anpassung an Umweltfaktoren beitragen. Der nächste Schritt muss die Aufklärung der molekular-mechanistischen Funktionsweise dieser Faktoren sein. Eine wichtige, oft ungeklärte Frage ist, wie diese Schlüsselproteine durch ihre Aktivität im Kern, im Cytoplasma, an der Zellmembran oder in der Zell-Zell-Kommunikation spezifische Prozesse und Leistungen beeinflussen.

Die zentrale Fragestellung des SFB 1101 ist deshalb, wie die Spezifität biologischer Vorgänge kausal-mechanistisch auf molekularem Niveau realisiert wird. Die Kodierung kann dabei auf ganz unterschiedlichen Ebenen erfolgen, die von strukturellen Veränderungen einzelner Moleküle und Proteine über die spezifische Zusammenlagerung mehrerer Moleküle zu Komplexen und intrazelluläre Sortierung von Molekülen bis hin zur systemischen Ausbreitung von spezifitätsvermittelnden Faktoren über Zellgrenzen reichen.

Voraussetzung für den Erfolg dieses Forschungsansatzes ist dabei eine multidisziplinäre Herangehensweise auf der Grundlage eines breiten wissenschaftlichen Verständnisses und einer diversifizierten methodischen Basis.

SFB 1101

SFB 1102

Informationsdichte und sprachliche Kodierung

  • Sprecherhochschule: Universität des Saarlandes
  • Weiterer Partner: Georg-August-Universität Göttingen
  • Förderung seit 2014

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SFB-Beteiligungen-Mund
Ein sprechender Mund

Sprache bietet nicht nur die Ausdruckskraft, die für die Kommunikation notwendig ist, sondern gibt dem Sprecher auch eine Vielzahl von Möglichkeiten, eine Botschaften zu kodieren – von der Wortwahl über die Strukturierung syntaktischer Elemente bis hin zur Anordnung von Sätzen.

Der Sonderforschungsbereich befasst sich mit der Hypothese, dass Sprachvariation und Sprachgebrauch besser verstanden werden können, wenn es darum geht, die Menge der in einer Äußerung vermittelten Informationen zu modulieren. Während man sich früher bemüht hat, Sprachsysteme und ihre Verwendung in Bezug auf die Komplexität zu verstehen, ist die Definition dieses Begriffs oft ungenau und spezifisch für bestimmte Sprachniveaus.

In jüngster Zeit gibt es jedoch Hinweise darauf, dass die einfache Verarbeitung von Sprachmaterial mit seiner kontextabhängigen Vorhersagbarkeit korreliert ist. Dies hat zu der Hypothese geführt, dass Komplexität angemessen durch Shannons Begriff der Information indiziert werden kann, der in der jüngsten Spracharbeit als Überraschung bezeichnet wird.

SFB 1102

SFB/TR 128

Initiierungs-, Effektor- und Regulationsmechanismen bei Multipler Sklerose – von einem neuen Verständnis der Pathogenese zur Therapie

  • Sprecherhochschule: Universität Münster
  • Weitere Partner: Universität Mainz, Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, W.G. Kerkhoff-Institut Bad Nauheim, Max-Planck-Institut für Neurobiologie Planegg
  • Förderung seit 2012

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Sonderforschungsbereich SFB 128 Rollstühle
Rollstühle

Wie kommt es zu Multipler Sklerose (MS)? Dieser Frage gehen die Mitglieder des Sonderforschungsbereichs/Transregio 128 nach, der an Instituten in München, Münster und Mainz beheimatet ist.

Trotz enormer Fortschritte der Forschung bleiben viele Fragen zu den Ursachen der MS offen. Während die Genetik eher eine untergeordnete Rolle spielt, tragen Risikofaktoren aus der Umwelt entsprechend mehr zum MS-Risiko bei. Um solche MS-Risikofaktoren genauer zu untersuchen, haben sich Medizinerinnen und Mediziner der Neurologie der RUB im St. Josef-Hospital intensiv mit dem Darm und der Ernährung beschäftigt und sind mit ihrem Projekt am SFB/TR 128 beteiligt.

Im Darm kommen Nahrung, die Darmbakterien – das sogenannte Mikrobiom –, deren Stoffwechselprodukte und das Immunsystem zusammen. Die Forscherinnen und Forscher gingen zunächst der Frage nach, wie das Fett aus der Nahrung, das ein Gemisch aus unterschiedlichen Fettsäuren ist, die Autoimmunerkrankung des Gehirns beeinflussen kann. Das Ergebnis: Je länger die Fettsäuren, umso mehr entstehen pro-entzündliche Immunzellen in der Darmwand, die zu einem schwereren Krankheitsverlauf führen können. Das Gegenteil verursachen kurzkettige Fettsäuren, wie das Propionat, das mit bakterieller Hilfe aus ballaststoffreicher Nahrung im Darm entsteht. Das Propionat führt zu einem deutlichen Anstieg der regulatorischen Immunzellen und zu einem Rückgang der Entzündungszellen.

SFB/TR 128

SFB 1044

Die Niedrigenergie-Grenze des Standardmodells: Von Quarks und Gluonen zu Hadronen und Kernen

  • Sprecherhochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Weitere Partner: Helmholtz-Institut Mainz, Mount Allison University, Stony Brook University (USA)
  • Förderung seit 2012

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Sonderforschungsbereich SFB 1044 Sensor
Sensor

Im Zentrum des Sonderforschungsbereichs 1044 steht die Hadronenphysik. Hadronen sind subatomare Teilchen, die aus Quarks aufgebaut sind und durch die starke Wechselwirkung zusammengehalten werden. Viele Fragen der Teilchen- und Atomphysik und auch der Astrophysik können aktuell noch nicht beantwortet werden, weil es an quantitativem Wissen über die starke Wechselwirkung im Bereich leichter Quarks fehlt. Dieser Bereich ist in der Quantenchromodynamik (QCD), welche die starke Wechselwirkung als eine Feldtheorie beschreibt, nicht störungstheoretisch zugänglich. Die Störungstheorie stellt eine Strategie dar, nach der komplizierte Probleme zunächst idealisiert und auf Probleme mit bekannter Lösung reduziert werden. Die zuvor weggelassenen Einflüsse werden später als kleine Störungen wieder hinzugefügt. Auf diesem Weg lassen sich jedoch nicht alle Probleme lösen. Das Team im Sonderforschungsbereich 1044 arbeitet daran, diese Wissenslücke zu schließen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen an der Niedrigenergie-Grenze des Standardmodells der Teilchenphysik. Das bedeutet, dass sie zum einen mit extrem niederenergetischen Elektronenstrahlen experimentieren, um Parameter des Standardmodells der Teilchenphysik direkt zu vermessen. Zum anderen wollen sie tiefe Einblicke in die Struktur und Dynamik von Hadronen gewinnen und die Frage klären, wie sich diese Teilchen aus ihren Bausteinen, den Quarks und Gluonen, zusammensetzen. Dazu werten sie Daten aus, die mit dem BESIII-Detektor in Peking und dem A2-Detektor am Beschleuniger MAMI in Mainz aufgezeichnet werden.

Schwerpunkt der Arbeiten in Bochum ist die Spektroskopie der Hadronen, wobei hier die Suche und Charakterisierung von sogenannten Exotischen Zuständen im Zentrum der Forschung steht.

SFB 1044

SFB/TR 88

Kooperative Effekte in homo- und heterometallischen Komplexen (3MET)

  • Sprecherhochschule: Technische Universität Kaiserslautern
  • Weitere Partner: Karlsruher Institut für Technologie
  • Förderung seit 2011

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Im Sonderforschungsbereich/Transregio 88 untersuchen Forscherinnen und Forscher aus Chemie und Physik die Wechselwirkungen von Metallzentren in großen Molekülkomplexen sowohl innerhalb der Moleküle als auch mit ihrer Umgebung. Ziel ist es, Moleküle mit maßgeschneiderten Eigenschaften herzustellen und sie in die Anwendung zu überführen.

Durch die Wechselwirkung mehrerer Metallzentren untereinander können neue Eigenschaften entstehen. Im Bereich Magnetismus können durch die Kopplung der Metallzentren gigantische Informationsdichten generiert werden, die für das Quantencomputing wichtig sind. Neuartige Leuchtstoffe könnten die Grundlage für eine zukünftige Generation hochbrillanter Displays sein, die ohne Seltene Erden auskommen. Darüber hinaus ermöglichen multimetallische Komplexe neue chemische Reaktionen, zum Beispiel für die Energiegewinnung. Mit diesen Katalysatoren ließe sich etwa die Effizienz und Selektivität der Reaktionen verbessern.

An der RUB entwickelt Prof. Dr. Lukas Gooßen im Rahmen des Forschungsverbunds neue Katalysatoren, die zwei oder drei verschiedene Metallzentren enthalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen, die normalerweise nicht reagieren. Indem eines der Metalle mit dem Kohlenstoff, das andere mit dem Wasserstoff interagiert, sollen diese stabilen Bindungen gebrochen werden. Der Wasserstoff soll dann durch eine funktionelle Gruppe ersetzt werden, beispielsweise durch einen Arylrest, einen Alkohol oder Aminrest. Die Metallkatalysatoren sollen sich in dem Prozess regenerieren und somit immer wieder neue Moleküle in der gleichen Weise umsetzen.

SFB/TR 88

SFB 823

Statistik nichtlinearer dynamischer Prozesse

  • Sprecherhochschule: Technische Universität Dortmund
  • Weiterer Partner: Universität Duisburg-Essen
  • Förderung seit 2009

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Sonderforschungsbereich SFB 823 Formeln Whiteboard
Mathematische Formeln auf einem Whiteboard

Die statistische Modellbildung in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften sieht sich mit vielfältigen intervenierenden Variablen und komplexen Prozessen mit zum Teil unübersichtlichen Abhängigkeiten konfrontiert, die sich mit konventionellen Modellen nicht beschreiben lassen.

Ein Beispiel: In der letzten Finanzkrise haben fast alle ökonomischen Modelle bei Diagnose und Prognose versagt. Während in ruhigeren Börsenzeiten die Aktienmärkte unterschiedliche Entwicklungen und Trends zeigen, ist das Verhalten in Krisenzeiten sehr ähnlich, mit nahezu prozentual gleichen Verlusten. Wieso nehmen internationale Kapitalmarktabhängigkeiten in wirtschaftlichen Abschwungphasen drastisch zu? Und wie ist zu erklären, dass die jeweiligen Märkte in Aufschwungphasen nicht diese simultanen Kursausschläge zeigen? Die abrupten und/oder graduellen Änderungen – die sogenannten Strukturbrüche – zu finden und zu quantifizieren, ist das wichtigste Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Sonderforschungsbereich 823.

Und diese Probleme beschränken sich keineswegs auf die Wirtschaft. Ähnliche Probleme existieren auch in den Ingenieurwissenschaften. So ist beispielsweise bei der Betonverarbeitung nicht davon auszugehen, dass Variablen im Prozess immer konstant ihren Einfluss ausüben, sondern es auch hier zu Strukturbrüchen kommt, die in die statistische Modellbildung einfließen müssen.

Entsprechend interdisziplinär ist auch die Zusammensetzung des Sonderforschungsbereichs mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Maschinenbau, Statistik, Mathematik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

SFB 823

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