ERC Consolidator Grant Sternenhimmel
Sternenhimmel

Kosmologisches Standardmodell überprüfen

Diskrepanzen zwischen verschiedenen Messungen werfen Fragen nach einer Physik jenseits des Standardmodells auf. Darum geht es im Projekt COSMIC LITMUS von Hendrik Hildebrandt.

Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt unterzieht das Standardmodell der Kosmologie einem präzisen Test. In Vorarbeiten, die große Beachtung in der kosmologischen Community gefunden haben, hat sein Team eine Diskrepanz zwischen Messungen des schwachen Gravitationslinseneffekts mit dem Kilo Degree Survey-Beobachtungsprogramm und sehr genauen Messungen der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung durch den Planck-Satelliten festgestellt.

Ziel des vom ERC geförderten Projekts ist es, diesen Hinweisen nachzugehen, deutlich genauere Messungen mit neuen Datensätzen und Methoden durchzuführen und zu entscheiden, ob die Diskrepanzen von systematischen Fehlern herrühren oder erste Anzeichen für Physik jenseits des kosmologischen Standardmodells darstellen.

Langfristig wird diese Arbeit unverzichtbar sein für den Erfolg der ESA-Raumfahrtmission Euclid. Sie wird gegen Ende des Förderzeitraums des ERC Grants gestartet, um den schwachen Gravitationslinseneffekt mit zuvor unerreichter Genauigkeit zu vermessen und eine der größten Fragen der Physik zu beantworten: die Frage nach der Natur der dunklen Energie.

Der ERC Consolidator Grant "Turning cosmic shear into a litmus test for the standard model of cosmology" von Hendrik Hildebrandt ist mit rund zwei Millionen Euro dotiert. Das Projekt startet 2018.

Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt

Prof. Dr. Hendrik Hildebrandt wurde 2018 auf eine Open-Field-Professur an die Fakultät für Physik und Astronomie berufen.

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